Ideas today, assets tomorrow

Unser Team realisiert gern Sonderlösungen für Kunden, die spezielle Anforderungen an die elektrische Antriebstechnik für Armaturen stellen. Oft wird dann aus Einzelanfertigungen eine neue Produktlinie, die die kundenspezifischen Vorgaben seriell umsetzt.

Automatisierung von Armaturen in der Urfttalsperre

Mit ihrer beeindruckenden Staumauer ist die Urfttalsperre die älteste Talsperre in der Eifel, zugleich war sie lange Zeit Europas größte und höchste Talsperre. Das Bauwerk ist eine gebogene Gewichtstaumauer, ihre Kronen liegen 324 m über Normal-Null. Sie wurde zwischen 1900 und 1905 unter der Leitung des Aachener Professors Otto Intze erbaut und gilt als die Wiege des modernen Talsperrenbaus. Heute wird die Urfttalsperre gemeinsam mit der Oleftalsperre und der Rurtalsperre betrieben (Wasserverband Eifel-Rur). Alle drei Bauwerke dienen der Energiegewinnung, der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz.

TA Roloff ersetzte bei diesem Projekt Auma-Antriebe, die vormals über ein 50 m langes Gestänge Armaturen in den sog. Schiebertürmen der Urfttalsperre betätigten. Die Armaturen sind am unteren Ende der Türme verbaut, um den Durchfluss von Wasser im Grundablassstollen zu regeln. Je nach Durchflussmenge bewegt sich der Pegel des angestauten Wassers. Die Betreiber der Anlage wünschten die Betätigung der Armaturen ohne Gestänge mit einem wasserdichten Elektroantrieb. Das Gestänge hatte den Nachteil, dass Wirkungsgradprobleme auftraten und eine spürbare Torsion des Gestänges Probleme in der Genauigkeit der Durchflussmengenregelung mit sich brachte.

Die Antriebsserien TA 70, TA 120, TA 130 und TA 140 sind in hermetischer Kapselung nach IP 68 für den permanenten Unterwasserbetrieb bis zu einer Wassertiefe von seriell 100 m erhältlich. Die IP 68 Oceangear-Serie ist damit die erste Wahl in Anlagenbereichen, die permanent, gelegentlich oder auch nur selten überflutet sind. Über den in der Urfttalsperre von uns montierten Antrieben steht permanent eine Wassersäule von 50 m. Für einen Service-Einsatz müsste diese Wassersäule abgelassen werden und der Mitarbeiter müsste mit einem Kran in dem Turm abgeseilt werden. Wegen der extremen Einbaulage und der gewünschten Regelgenauigkeit bestellte der Kunde zunächst einen Antrieb, um die Zuverlässigkeit des Produkts zu beobachten.

Nachdem unsere Antriebslösung über 5 Jahre (!) zuverlässig arbeitete, konnten wir 5 weitere Armaturen in den Schiebertürmen der Urfttalsperre mit unseren Antrieben automatisieren.

Neben der Einbaulage war zu beachten, dass die eingesetzten Materialien (z.B. Kabel und Schmierung des Getriebes mit Pflanzenfett) trinkwassertauglich sind.

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